Turin – elegante Metropole im Piemont

Turin im April. Die Metropole im Piemont besticht durch angenehme Wärme, Mandelblüte und laue Abende in einer die vielen idyllischen Trattorien.

Ende April haben wir vier tolle Tage in der Millionenmetropole im Nordwesten Italiens verbracht. Turin ist eine Industriestadt, die Wiege der Automobilindustrie, mit einer kleinen barocken Innenstadt am Fuße des Flusses Po.

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Steigt ein und ich nehme euch mit auf eine Tour durch diese wunderschöne Stadt:

Sightseeing:

Wie ich schon geschrieben habe, ist die Innenstadt überschaubar, aber dafür wunderschön.

Auf dem Piazza Castello findet ihr den Palazzo Madame und den Palazzo Reale.

Der barocke und prunkvolle Palazzo Madame war der eigentliche Wohnsitz der Savoyer. Die Säle im Inneren sind äußerst sehenswert. Heute ist hier das Museo d’Arte Antica untergebracht.

 

Beim Palazzo Reale handelt es sich um einen großen Gebäudekomplex, der später als Savoyer-Residenz genutzt wurde. Hier kann man noch die originalen königlichen Reliquien bewundern. An den Palazzo grenzt ein wunderschöner Schlosspark mit einem pompösen Brunnen, der zu einem entspannten Spaziergang einlädt.

Vom Piazzo Castello führt die Via Garibaldi ab, eine liebevolle Shoppingmeile, die übersäht ist mit leckeren Gelaterias.

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Der Piazza San Carlo ist der Haupttreffpunkt der Turiner, ein Platz mit Charme. Auf dem Platz befinden sich die beiden Kirchen San Cristina und San Carlo. Im Zentrum des Platzes prangt die Bronzestatue von Herzog Emmanuele Filiberto.

Wer einen gigantischen Blick über die gesamte Stadt  Turin und die angrenzenden schneebedeckten Berge wagen will, sollte sich den Aussichtsturm Mole Antonelliana nicht entgehen lassen. In luftiger Höhe von 160m kann man ein einen traumhaften Ausblick genießen. Der Eintritt kostet 10€, die sich definitiv lohnen. Und soll ich euch mal was sagen? Ich Hirni hatte die Kamera in der Unterkunft liegen lassen und konnte keine Fotos von der Megaaussicht schießen. Superärgerlich.

Etwas außerhalb des Stadtkerns befindet sich der Lingotto (an der Metrostation Lingotto). Hier befanden sich bis 1983 die ehemaligen Fiat-Werkebäude. Auf dem fünfstöckigen Gebäude kann man von unten heute noch die Testfahrstrecke auf dem Dach des Hauses sehen. Heute befindet sich in dem Gebäude eine Shoppingmeile mit vielen Fast Food Restaurants.

Unweit von Lingotto befindet sich der Fluss Po, in den der Parco del Valentino eingerahmt ist. Er gilt als die grüne Lunge der Stadt und lädt zum laufen, wandern und verweilen ein.

Verlässt man den Park in südliche Richtung, steuert man auf die ehemalige Stätten der Olympischen Winterspiele 2006 zu.

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Öffentliche Verkehrsmittel:

Turin verfügt über ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, zu denen die Metro, Busse und Straßenbahnen zählen, die in kurzen Abständen fahren. In der Touristeninformationen bekommt ihr den Verkehrsnetzplan.

Mit einem Tagesticket könnt ihr alle öffentlichen Verkehrsmittel für nur 5,00€ nutzen, mit einem 48 Stunden-Ticket für 7,50€ und mit 72 Stunden-Ticket für schlappe 10,00€. Zehn Euro für drei Tage Dauernutzung der Öffentlichen ist ein unschlagbarer Preis.

Übernachtung:

20180421_20101960640228.jpgIn Turin gibt es zahlreiche Hotels, doch wir wollten günstiger und hipper übernachten und haben über AirBNB ein Apartement in einem typischen Turiner Stadthaus mit riesigem Eingangstor, historischer Hausaufgang und typischen Vierseithinterhof gebucht. Wir haben sehr zentral und trotzdem fernab der touristischen Ecken gewohnt und damit umso mehr italienisches Flair genossen. Außerdem sind wir dadurch mit total genialen Menschen in Kontakt gekommen.

Essen und Trinken:

In Turin findet man an jeder Ecke eine Trattoria und besonders in dem hippen Studentenviertel südöstlich des Stadtviertels entlang der Via Belfiore unter benachbarter Straßenzüge (an der Metrostation Marconi) kann man lecker und ziemlich günstig essen. Ach, und wer Italien noch nicht kennt: Bier ist vergleichsweise teuer währenddessen es un mezzo litre de vino für einen Spottpreis gibt.

Turin ist bekannt für seine Kaffeehauskultur und das sogenannte Bicerin, ein Mischung aus Kaffee, Milch und Schokolade. Wer kann da widerstehen? In kleinen Cafés und Kaffeehäusern findet man das traditionelle turinische Gebäck und natürlich auch die leckeren italienischen Biscotti und Bicciolani.

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Mögt ihr Frischemärkte? Ich stehe total auf diese Märkte, auf denen man das frischeste Obst und Gemüse der Region, Fisch, Käse und Wurst zu kaufen bekommt. Und in Turin war ich damit genau richtig. An vielen Ecken findet man diese oft täglichen Märkte und einer ist toller als der andere. Ich konnte mich nicht satt sehen und habe gestaunt, gekostet und natürlich auch ordentlich eingekauft. Lecker hoch zehn.

Sprache:

Wer nach Turin fährt, sollte wissen, dass relativ wenige Turiner gut englisch und noch viel weniger deutsch sprechen. Es ist definitiv von Vorteil, wenn man italienisch spricht und/oder eine Übersetzungs-App auf dem Handy hat. Ich selbst habe vor vielen Jahren einen Grundkurs in Italienisch belegt. Es reicht, um das Notwendigste zu verstehen und mir etwas zu essen zu bestellen. Doch darüber hinaus brauche ich dringend meine Italienisch-App. Die Turiner sind allerdings sehr offen und freundlich und wenn sie merken, dass man sich viel Mühe mit der Verständigung gibt, sind sie sehr geduldig und helfen.

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