Nun bin ich schon seit sechs Wochen von meiner Pilgerreise zurück.

Was hat mich bewegt? Was hat nachgewirkt? Was ist mir erhalten geblieben? Was habe ich gelernt.

Bereits zwei Tage nach meiner Rückkehr nach Hause begann für mich der Arbeitsalltag. Und was soll ich sagen: Es ging wieder von 0 auf 100. Stress auf Arbeit, die Schule der Kinder und Mamataxi zu ihren Freizeitaktivitäten.

Anfangs bin ich noch sehr relaxed an die Arbeit gegangen und hatte das Gefühl zu schweben. Aber dieses Hochgefühl ist spätestens nach zwei Wochen verflogen.

Der Weg ist das Ziel

Geblieben ist definitiv die glasklare Erinnerung an die Reise, an die Menschen, die ich traf, an die Orte, die ich durchwanderte und meine Gefühle während der Wanderung. Es ist bis heute alles sehr lebendig und ich hoffe, dass mir das erhalten bleibt.

Freudigerweise sind auch Pilgerbekanntschaften geblieben. Ich stehe mit Annette in Kontakt, die ich in Bautzen traf, und wir haben uns für eine Etappe im nächsten Jahr verabredet.

Mein Pilgerschatten

Außerdem stehe ich in Email-Kontakt mit dem Schweizer Christian, der mich mit seinem Wesen und seiner Lebensgeschichte so begeistert hat. Auch wir wollen uns nächstes Jahr auf dem Pilgerweg verabreden. Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe, dass wir an unsere tollen Gespräche anknüpfen können.

Was habe ich gelernt? Ich spüre und weiß in meinem Herzen, dass es jemanden gibt, der über uns Menschen wacht. Ich bin nicht christlich erzogen und kann auch nicht sagen, dass ich nach dem christlichen Prinzip glaube, doch ich weiß, dass es einen Gott, ein Universum oder wie man es auch immer nennen mag, gibt. Es gibt jemanden, der uns begleitet und uns die Erfahrungen zuteil werden lässt, die wir brauchen. Dass ich diese sichere Erkenntnis gewinne, habe ich als Atheist nie gedacht und geschweige denn darauf gehofft.

 

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