05.09.2016

Was für ein Tag. Als ich heute morgen aus dem Fenster schaute, regnete es in Strömen. Abwarten brachte nichts.  Also bin ich im Regencape losmarschiert.

Nach etwa einer halben Stunde hatte ich das  Elbufer erreicht, und der Regen hörte auf. Ich folgte dem Fluss fast  15km und setzte dann in Lorenzkirch mit der Fähre nach Strehla über.

Dort angekommen, kam eine weitere Regenfront. Also entschied ich mich, erst einmal in einem Café Rast zu machen, wurde dort von einem schwulen Litauer bedient und kam mit ihm ins Gespräch.

Ein witziger Typ.
Noch im Regen zog ich weiter über Ortsverbindungsstraßen und  Feldwege. Das Wetter spielte die ganze Zeit Katz und Maus mit mir: Jacke an – Regencape an – Regencape aus – Jacke aus- …

In Lampertswalde machte ich noch einmal Rast im dortigen Schloss mit Garten und angrenzender Kirche.  Ein wirklich schönes Fleckchen Erde.

Dann setzte ich zum Endspurt Richtung Dahlen an. Auf dem Weg über die Feldwege, kam ein älterer Herr mit seinem kleinen Traktor vorbei und bot mir an, mich ein Stück mitzunehmen. Muss ich fertig ausgesehen haben.  Also sprang ich auf den Hänger und wurde ca. zwei Kilometer von ihm mitgenommen.  Das war definitiv das Highlight des Tages.  Einfach nur vollkommen verrückt und genial zugleich.

Dank der Treckerfahrt erreichte ich die sogenannte „Sackhüpferstadt“ Dahlen relativ schnell, aß noch etwas und liege jetzt völlig breit in meinem Schlafsack.
Heute hat mich der Marsch geschafft.

Fazit des Tages: Heute war ein Tag der Höhen und Tiefen. Regen und Sturm haben mir ganz schön zugesetzt, doch trotzdem bin ich froh um diese Erfahrung.
Und noch glücklicher bin ich über meine Traktorfahrt. Das ist so was von verrückt.
Meine Füße haben auf den letzten Metern sehr geschmerzt. 35km sind wirklich die Obergrenze des Machbaren für mich.

Morgen ist meine letzte Etappe bevor ich mich in den Zug setze und nach Hause fahre.  Ich freue mich riesig auf meine Familie, aber gleichzeitig würde ich auch noch gern weiterlaufen. Die täglichen Erlebnisse und Erfahrungen sind einfach unglaublich wertvoll.

weiter gehts zur 7.Etappe

 

 

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