04.09.2016

Gestern Abend kam noch ein weiterer Pilger namens Bernd in die Herberge und so saßen wir drei Pilger mit den Herbergseltern im Garten bei interessanten Gesprächen. Es war ein toller und bereichernder Abend.
Heute morgen haben wir dann alle gemeinsam gefrühstückt, ich habe ein Geburtstagsständchen gesungen

Bernd, ich und Christian beim gemütlichen und ungewohnt reichhaltigen Früstück

bekommen und hatte Kerzen an meinem Platz. Vielen lieben Dank an die Herbergsmutti Sabine.   Ich habe mich unglaublich gefreut.
Nachdem meine Lieben angerufen und gratuliert haben, ging es auf die heutige Tour.
Christian hat mit seinem Rad ein höheres Tempo und so mussten wir uns leider verabschieden.  Er wollte bis Strehla fahren.  Ich hoffe, er ist gesund dort angekommen.

 

Bernd und ich sind gemeinsam weiter gewandert. Zunächst kamen wir nach Schönfeld, eine kleine Gemeinde, die 800 Jahrfeier hatte.  Das Dorf war toll geschmückt und der Fanfarenzug spielte.  

Der Fanfarenzug von Schönfeld spielt am Schloss

 

 

 

Wir haben uns das Ganze angeschaut und sind dann bei interessanten Gesprächen über die nächsten Dörfer weiter gezogen.  Etwa 5km vor Großenhain fing es plötzlich an zu stürmen und eine Regenfront zog über uns hinweg.  Wir wurden trotz Regenschutz ganz schön eingeweicht.  Mein Glück war, dass Bernds Tour heute endete und er von seiner Frau und seinen Kindern abgeholt wurde.  Sie haben kurz vor Großenhain aufgesammelt und mich noch bis in die Innenstadt gefahren.

 

Dort wollte ich etwas essen und warten bis der Regen aufhört.  Auf der Suche nach einer Gaststätte fragte ich einen Mann nach einem Restaurant in der Nähe. Er fragte mich wo ich heute noch hinwandern möchte und als er meine Antwort hörte, sagte er, dass er und seine Frau in diese Richtung fahren und sie mich ein Stück mitnehmen könnten. Diesen Mann schickte der Himmel.
Gesagt, getan.  Ich durfte ein paar Kilometer mitfahren. Zwischenzeitlich hat der Regen aufgehört und ich konnte die letzten 5km noch entspannt bis zur Unterkunft laufen.
Heute bin ich in einer Pilgerunterkunft, die eine Familie mit vier Kindern noch neben Haus, Hof und Beruf betreibt.  Meinen höchsten Respekt für Familie Werner.  Es sind Menschen mit einem sehr großen Herz.

Fazit des Tages: Der Tag war wieder von netten Begegnungen und Gesprächen geprägt. Und es war wieder erstaunlich wie sich alles zusammengefügt hat. Zufall ist das jedenfalls nicht.
Außerdem habe ich mich über die vielen Glückwünsche zu meinem Geburtstag gefreut.  Ich freue mich, dass so Viele an mich gedacht haben, auch wenn mich nicht jeder gleich erreicht hat.

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