02.09.2016

Gestern hatte ich geschrieben, dass ich wieder allein in der Herberge bin. Die glückliche Fügung wollte, dass dann doch noch die Pilgerin Anette dazu kam. Wir haben noch ein wenig geschnattert und heute hat sie mich noch neun Kilometer begleitet.  Diese Zeit verging rasend schnell und war sehr schön.

Rathaus von Bautzen mit St. Petri Dom im Hintergrund
Das Milleniumdenkmal
Kürbisverkauf am Wegesrand
Durchatmen in einem kurzen, schattigen Waldstück

Nach 16km Wegstrecke habe ich kurz bei Monika, einer Herbergsmutter aus Crostitz, Halt gemacht, um ihr liebe Grüße von meinem guten Bekannten Carsten auszurichten.  Ich wurde sofort zum Mittagessen in den Garten gebeten und es ergab sich in einer Fünferrunde ein tolles Gespräch.  Das hat mich so beflügelt, dass ich heute den ganzen Weg bis nach Kamenz durchgewandert bin.
Hier wohne ich im Türmermhaus direkt neben dem Lessingturm.
Und oh Schreck. Ich hatte total übersehen, dass es in dieser Herberge keine Dusche sondern nur ein Waschbecken gibt. Ich habe den Fußboden zwar ein wenig geflutet, aber dafür bin ich jetzt wenigstens porentief rein.
Momentan sitze ich mit einem Glas Rotwein auf dem Lessingturm bei herrlicher Aussicht, bin zufrieden, entspannt und glücklich.

Blick vom Lessingturm in Kamenz auf die Stadt
Diesen Sonnenuntergang konnte ich vom Lessingturm mit einem guten Glas Rotwein genießen.

Fazit des Tages: Heute bin ich schon so langsam in die „Pilgerroutine“ gekommen.
Heute war der Tag der Begegnungen. Neben Anette, Monika und ihrer Mitbewohnerin Maria, habe ich auch einen 78jährigen Schweizer Pilger mit einer interessanten Lebensgeschichte kennengelernt.  Mit ihm hätte ich gerne länger erzählt, doch er muss aufgrund von Hüftproblemen pausieren.
Apropos Probleme : Meine Füße zwicken mal hier und mal da. Ich habe auch eine Blase, die aber dank Blasenpflaster bis jetzt gut durchhält.   Hoffe, es bleibt so.

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