01.09.2016

Nach einer erholsamen Nacht bin ich am zweiten Morgen bei strahlendem Sonnenschein losgelaufen.

Zunächst kam ich an einem Feld vorbei,  dass 1994 eine Halde für radioaktiven Müll werden sollte.  Die Anwohner wehrten sich jedoch erfolgreich, und heute stehen an dieser Stelle gigantische Windräder.

Mein Weg führte mich dann nach Weißenberg, wo ich mir das Pfefferkuchenmuseum angeschaut habe.

Wunderschöne Objekte und historische Backutensilien sind im Pfefferkuchenmuseum Weißenberg ausgestellt. Und das Beste bei dem Rundgang: Es riecht überall noch Pfefferkuchen (und das mitten im Sommer!).

Danach ging es weiter über Stock, Wurzel und Stein durch einen Wald. Da ich hier ziemlich viel Zeit gebraucht habe, habe ich mich entschlossen, das letzte Stückchen bis Bautzen den Bus zu nehmen, da ich unbedingt noch zur Gedenkstätte Bautzen 2 wollte.

Hape Kerkeling hat ganze Etappen übersprungen und da denke ich, ein kleines Wegstück ist auch okay. 
Bautzen 2 war zu DDR – Zeiten ein Gefängnis für politische Häftlinge, davor bei den russischen Besatzern und davor bei den Nationalsozialisten. Ein Gang durch das ehemalige Gefängnis war beeindruckend und bedrückend und regt sehr zum Nachdenken an.

Bedrückende Szenerie in Bautzen II

Mittlerweile bin ich in der Pilgerherberge angekommen. Ich bin, wie auch gestern, allein. Das ist okay.  Da schnarcht mir keiner ins Ohr. 

Fazit für den heutigen Tag: Das Laufen ging heute nicht mehr so locker. Meine Füße brauchen dringend eine Pause.
Außerdem merke ich deutlich,  dass ich den ganzen Tag einen schweren Rucksack auf meinen Schultern schleppe.
Aber wenn es so ist wie beim Radfahren, spürt man es ab dem vierten Tag nicht mehr.
Der Weg war wieder malerisch, die Menschen, die ich traf, freundlich und hilfsbereit.

hier gehts weiter zur 3.Etappe

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